Berlin – Warschau – Vilnius (1060 km)

In Polen fährt man wie auf Schienen, bzw. in vorgepressten Spuren. Diese verlässt man nur, wenn man einen der vielen Lastwagen auf der Gegenfahrbahn überholt. Oder wenn ein Pole wieder mal falsch kalkuliert hat und er einem mit Tempo 150 entgegenrast. Grundsätzlich fährt man 30 km/h schneller als angeschrieben ist und bremst bei jeder “fotoradar”-Tafel auf die erlaubte Geschwindigkeit runter, um nachher wieder zu beschleunigen.

Polens Strassen sind zum kotzen. Gefährlich, stark befahren und holprig. Eine Ausnahme bildet die “Autostrada”. Für die muss man bezahlen, dafür sieht man dann polnische Reinigungstruppen den Strassenrand säubern. Das Geld würde besser in zusätzliche Strassenbauer investiert, damit das Autobahn-“Netz” endlich ausgebaut wird. Von 800 km in Polen fuhr ich etwa 150 km Autobahn…

Nach einer angenehmen Nacht (das Auto war eingezäunt und wurde von einem polnischen Nachtwächter mit Schäferhund bewacht), erreichte ich gestern Mittag die litauische Grenze. Das Zollhäuschen steht noch, aber wird nun elegant umfahren.

In Litauen fährt man wie mit dem Snowbord im Tiefschnee. Frisch geteerte Strassen, die Lastwagen fast restlos verschwunden. Und überholt wird gefahrlos, da kein Gegenverkehr herrscht. Fantastisch. Am liebsten würde ich meinen Citroën Saxo gegen einen Sportwagen eintauschen und wie ein Vollidiot durch die wunderschöne Winterlandschaft blochen.


Größere Kartenansicht

Bei Einbruch der Dunkelheit bin ich mit einer Stunde Zeitverlust (+2 GMT) in Vilnius eingetroffen. Hier noch ein kleines Beweisvideo. Zugleich eine wunderschöne Veraunschaulichung der Unterschiede die in Litauen herrschen. Sozialismus v. Kapitalismus:

Ich habe mich erstmal für den Kapitalismus entschieden und mich anstatt im von den Russen erbauten Studentenheim in einer modernen Wohnung im Stadtzentrum einquartiert. Wie dekadent:

Danke: Eduardo (Italia), Kai (Canada) und Vincent (France) – meine neuen Mitbewohner

2 Responses to “Berlin – Warschau – Vilnius (1060 km)”

  1. domstah sagt:

    xeht ehdl uus! de läb di guet ii u bis gli mau.. dresden isch übrigens schön aber sou chaut xi und vercheutet bini immerno! gruss

  2. Thanks for your effort on this site.