Alappuzha

Dank Imodium® verlief die Fahrt von Munnar nach Alappuzha ohne Komplikationen. Dort angekommen, traf ich wieder auf Denis, den Slowenen. Alappuzha ist Ausgangsort zu den Backwaters, ein Flusssystem, das wie eine Lagune parallel zur indischen Westküste verläuft.

Wir entschieden uns für eine Tagestour auf einem der kleinen Boote. Unser Captain war James, der gemäss Informationen seines Chefs auch schon bei BBC zu sehen war. Im Gegensatz zu den reichen Indern, die in ihren riesigen Hausbooten die grossen Kanäle runter und rauf tuckern, waren wir in den kleinen Kanälen unterwegs. Dies gab uns Einblick in das Leben der Backwaters-Bewohner, die am und auf dem Wasser leben. Die Kinder werden mit Booten zur Schule gefahren, anstatt öffentlichen Bussen gibt es öffentliche Schiffe und auch Getränke und Baumaterial für neue Häuser werden auf dem Wasser transportiert:

Einer der unzähligen Nebenkanäle

Ein Schulboot

Irgendwo unter dem grünen Teppich ist Wasser

Eyy, an meinem letzten Tag noch einen Kingfisher gesehen!

Nach einer spannenden Bootsfahrt war mein letzter Abend gekommen. Wir besorgten uns Bier, um darauf anzustossen. Aber in Alappuzha war dies gar nicht so einfach. Im Supermarkt oder an Kiosken gab es jedenfalls keinen Alkohol. Wir entdeckten dann per Zufall doch noch einen kleinen Alkoholladen. Dutzende Männer standen eingepfercht zwischen Eisenstangen in der Schlange. Zum Glück sind wir weiss und gehören somit anscheinend zur obersten Kaste: Die anstehenden Männer deuteten uns zur Tür, wollten uns zu verstehen gehen, dass wir nicht wie sie vor dem Schalter anstehen müssten, sondern direkt in den Laden hinein gehen können. Wir wollten erst nicht, doch dann winkte uns auch der Ladenbesitzer hinein. Wir standen also mitten im Laden und der Verkäufer kümmerte sich nur um uns, während die Masse vor dem Fenster brav wartete.

Danke liebe Inder, für eure unglaubliche Gastfreundschaft!

Nein, das ist nicht die Sowjetunion. Das ist Kerala.


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