Archiv für die Kategorie „Konsum“

Bärn sändelet

Dienstag, 31. August 2010

Heute Mittag lag hier auf der grossen Schanze noch ganz viel Sand. Ein gelbes Baggerli fuhr zwischen dem Sandberg in der Mitte des Platzes und einer Mulde am Rande des Platzes hin und her. Mit voller Schaufel hin und mit leerer Schaufel her.

Wo die wohl diese Mulde mit all dem überflüssig gewordenen Sand vom Berner CityBeach hin brachten?

*

Heute Abend liegt auf dem Bundesplatz ganz viel Sand. Rund um die Sandtürme bauen starke Männer aus schweren Metallelementen eine Tribüne. Denn ab morgen findet hier die Schweizer Meisterschaft der Coop Beachtour (Beachvolleyball) statt.

Wo die wohl all diesen Sand her haben?

Migipedia – Ein Experiment mit Potential

Freitag, 4. Juni 2010

In der Nacht auf Montag geht Migipedia online. Die Migros will mit ihrem neuen Social Media Tool aus “Consumer” “Prosumer” machen: Migros-Kunden sollen auf der Internet-Plattform Produkte bewerten und der Migros ihre Meinung sagen. Aber das ist erst der Anfang. Das Projekt im Beta-Stadium hat noch ganz viel Potential.

Innovativ ist nicht nur das Produkt selber, sondern auch die Lancierung: Die Migros organisierte nicht einfach eine hundskommune Medienkonferenz, sondern lud über Twitter zur Präsentation ein. Etwa 25 Personen (Blogger, Twitterer, Wissenschaftler, Migros-Kunden, Kommunikationsexperten und Journalisten) erhielten gestern Abend in Zürich einen ersten Einblick in das Projekt Migipedia.

Leila Summa, Social Media Director, leitete durch die Veranstaltung. Zuerst vermittelte sie generelle Informationen zu Migros und Social Media. So sei jeder 25. Schweizer Facebook-User Fan der Gruppe “Migros Ice Tea”. Die Firma nehme die virtuelle Welt ernst und beobachte seit einiger Zeit Twitter, Facebook und Blogs.

Aber nur beobachten reicht der Migros nicht mehr. Leila Summa: “Wir wollen selber ein bisschen Social Media machen.”

Ohne sich registrieren zu müssen, können Migros-Kinder via Texteingabe oder durch Scannen eines Strichcodes mit der Webcam (in Zusammenarbeit mit Codecheck) nach Produkten suchen (zur Zeit sind etwa 5′000 Produkte registriert). Jeder Artikel hat seine eigene Seite: Darauf findet der Kunde Informationen zum Produkt (Nährwerte, Preis, etc.), kann es bewerten (mit dem bekannten Sternchen-System) oder Kommentare dazu abgeben. Wie aus anderen Communities bekannt, können andere User den Kommentaren dann zustimmen oder zeigen, dass sie anderer Meinung sind (im Migros-Fachchargon: “leike oder nödleike”). Wer bei seinem Kommentar (bzw. bei einer Frage oder Kritik) noch ein Häckchen bei “M-Infoline” setzt, der wird auch garantiert eine offizielle Antwort von der Migros erhalten.

Wie erwähnt, funktioniert die Seite auch ohne Account: Wer aber will, kann sich ein Profil anlegen und seinen Kommentaren ein Gesicht geben. Derjenige User, der eingeloggt die meisten Kommentare zu einem Produkt abgibt (bzw. “am meisten aktiv ist”), wird “Produkt-Pate”, was dann natürlich auch jeder sehen kann – ein Status-Symbol für Heavy-User also.

Lustig. Aber wie profitiert die Migros von Migipedia? Die Antwort gemäss Powerpoint-Präsentation: “Die von und über die Kunden gewonnenen Informationen können genutzt werden, um das Migros Angebot (online und offline) weiter im Sinne des bewussteren Konsums der Kunden zu verbessern.”

Auf die Folie folgte die Frage aus dem Publikum, was denn genau für Informationen über die Kunden gewonnen werden sollen. Bedenken sind berechtigt: Eine logische Erweiterung von Migipedia wäre die Verknüpfung der User-Accounts mit den Cumulus-Daten. Eine Option sei das natürlich schon, zur Zeit aber noch zu heikel. Das Cumulus-Programm trägt das “Good Privacy Label”, ein Datenschutzgütesiegel, das die Migros auf keinen Fall verlieren will.

Migipedia ist ein Experiment. Selbst die Entwickler wissen noch nicht genau wo es hinführen wird. In der Anfangsphase bietet die Seite Produkteinformationen und eine Diskussionsplattform. Nichts bahnbrechendes also. Aber die Idee soll ständig weiterentwickelt werden – die Migros zählt dabei auch auf die Nutzer: Sie sollen Ideen einbringen und mitbestimmen, wohin die Reise führt.

Was die Zukunft bringen könnte:

- Mit einer iPhone-App scannt der Kunde im Laden Produkte und erhält Informationen dazu (z.B.von welchem Bauernhof ein Ei kommt).
- Migipedia verschmilzt mit LeShop.ch. Produkte können mit einem Klick nach Hause bestellt werden.
- Lagerbestände werden angezeigt. Ein Beispiel: In welcher M-Electronic-Filiale in meiner Nähe gibt es noch einen der Aktions-Fernseher für Fr. 999.- ?
- Aktionen-Alarm: Immer wenn mein Lieblingswaschmittel Aktion ist, kriege ich eine Benachrichtigung per Email.
- Allergiker können ihre Allergien mit ihrem Profil verlinken. In der Filiale scannen sie die Produkte und werden bei gefährlichen Inhaltsstoffen gewarnt.

Der Grundstein ist gesetzt. Die Migros ist wieder um ein M besser. Nun gilt es das Projekt im Interesse der Nutzer weiter zu entwickeln. Innovativ, aber nicht überstürzt und vor allem transparent: Denn wenn die Migros ihre User verärgert, dann verärgert sie gleichzeitig auch ihre Kunden. Und dann gewinnt Coop.


Werbevideo der Migros
Mehr Bilder von der Präsentation gibts bei Benkö.

Blog-Monitoring: Praxistest mit der Migros

Montag, 19. April 2010

Gestern schrieb die SonntagsZeitung, dass Schweizer Konzerne (ABB, Nestlé, Credit Suisse, Swisscom, Cablecom, Migros) mit Software systematisch Blogs überwachen. Dies ermögliche den Firmen gezielt auf Blogeinträge zu reagieren. Ein Beispiel aus der SonntagsZeitung:

28 Minuten nach Mitternacht schrieb Roger Bühler entnervt auf seinem Blog: «war jetzt drei stunden lang vom netz abgehängt – war ein dummes gefühl.» Um 3.38 Uhr morgens antwortete ihm völlig unerwartet ein Mitarbeiter des Cablecom-Kundendiensts: «Guten Tag. Diesen Unterbruch bedauern wir und hoffen, dass Sie wieder online sind.»

Soweit so gut. Ich mach jetzt mal den Praxis-Test und schaue, ob die Migros auch so flink ist wie ihr Blog-Monitoring-Konkurrent Cablecom:

Liebe Migros,

Am späten Sonntagnachmittag stoppte ich an der Raststätte Kölliken Nord. Mein Magen knurrte und ich wollte mir im migrolino eine günstige Tiefkühlpizza holen. Von wegen günstig: migrolino verkauft nicht die preiswerten Migros-Finizza-Pizzas, sondern die teureren Original-Dr.Oetker-Pizzas. Nur, wieviel kostet so eine denn? Ich fand keinen Hinweis auf den Preis. Weder auf der Verpackung, noch vor, hinter, auf oder in der Tiefkühltruhe. Und dies obwohl Ihr Chef Herbert Bolliger in Interviews beteurte, dass zwar die Preise von den Produkten verschwinden, dafür aber gut sichtbare Preisschilder an den Regalen angebracht werden (“Es geht vor allem um eine zuverlässigere Preis-Information für die Kunden und nicht primär um die Einsparungen” – Zitat Bolliger im Blick vom 6. Januar 2010). Ihre Angestellte war dann so nett und scannte das Produkt für mich: Fr. 6.20. Sie werde dafür sorgen, dass dort ein Preisschild hinkomme, versicherte mir die junge Frau in Aargauer Dialekt.

Der Zufall wollte es, dass ich eine gute halbe Stunde später bei einer Shell-Tankstelle in Burgdorf Benzin tankte und dafür in einem migrolino-Shop bezahlen musste. Ich konnte es nicht lassen und guckte in die Tiefkühltruhe: Pizzas von Dr.Oetker – ohne Preisschild weit und breit. Ihre Angestellte versicherte mir, diesmal auf Berndeutsch, sie werde “es weiterleiten”. Dass die Pizza Fr. 6.20 kostet, wusste sie übrigens auswendig.

Nun meine Frage: Muss ich mich in Zukunft im Einkaufsstress bei Ihrem Personal über die aktuellen Preise erkundigen oder kann ich dieses ernüchternde migrolino-Erlebnis ganz schnell wieder vergessen?

Ihre Antwort in Form eines Kommentars zu diesem Blogeintrag würde mich sehr freuen.

In der Hoffnung auf eine ebenso schnelle Reaktion wie diejenige von Ihren Kollegen bei Cablecom, verbleibe ich

mit freundlichen Grüssen
Kobi

A new fragrance by Köbi Kuhn

Dienstag, 30. März 2010

“Schaaatz, du schmöcksch irgendwie nach Köbi Kuhn!” – so könnte Herr Schweizer schon bald von Frau Schweizer begrüsst werden.

Denn “Köbi Kuhn” ist eine beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum eingetragene Marke – unter anderem für Parfümeriewaren, Mittel zur Körper- und Schönheitspflege, Haarwasser und Deodorants. Inhaber der Marke Nr. 568072 ist ein gewisser Jakob Kuhn aus Zürich.

Eintragen liess Köbi Kuhn seinen Namen bereits vor zwei Jahren. Vielleicht auch als verspätete Reaktion auf den 10vor10-Beitrag “Die Marke Köbi Kuhn” vom 29. Juni 2006. Für diesen Bericht liess das Nachrichtenmagazin nämlich von der Marketingagentur BBDO den Wert der Marke “Köbi Kuhn” berechnen. Das Ergebnis: 9 Mio. Schweizer Franken.

Trotzdem, lieber Köbi, glaubst du wirklich, dass sich dein Name als Parfum gut verkaufen liesse?

Schweizerische Markensuchmaschine: swissreg.ch
Merci: TR

* * *

Nachtrag vom 10. April 2010:

20 Minuten Online fand das auch ganz lustig und hat meinen Beitrag weiterrecherchiert:

Artikel vom 9. April 2010 “Riechen wir bald nach Köbi Kuhn?”

Die Frage wird leider nicht beantwortet, aber der Artikel ist trotzdem lesenswert :) .

Mein Ei vom Bauernhof Nr. 1-CH-542

Samstag, 9. Januar 2010

Das ist ein weisses Hühnerei. Gekauft im Zähringer-Migros in Bern am 9. Januar 2010. Gelegt worden ist es an Heiligabend, also am 24. Dezember 2009.

Dank dem aufgedruckten Eiercode (Nr. 1-CH-542) und www.migros.ch/eier, dem neuen Eier-Tracking-Service der Migros, weiss ich aber nicht nur wann das Hühnererzeugnis gelegt worden ist, sondern auch wo: Auf dem Hof der Familie Schmid in Ueken AG. Der Bauernhof wurde 1976 von Robert Schmids Vater gebaut und heute leben auf der Farm 13′200 Hühner. Und so sieht Familie Schmid aus:

Dank all diesen Informationen schmeckt das Ei gleich dreimal besser – mindestens. Aber es könnte noch besser schmecken:

Ich wünsche mir von der Migros, dass der Service ausgedehnt wird auf die Hühner. Jawoll, ich fordere mehr Transparenz: Ich will ganz genau wissen, welches der 13′200 Hennen mein Ei gelegt hat – mit Name und Bild!

Bildquelle (Fam. Schmid): migros.ch/eier

NEWS oder PR?

Freitag, 24. Juli 2009

Montagmorgen: Die Augen noch halb verschlossen, lese ich die Schlagzeilen des Tages. Auf der Titelseite der Gratiszeitung NEWS steht geschrieben: „Holen Sie sich Ihre Rakete“.

Diesen Satz hatte ich doch bereits am Tag zuvor in einem Frisco-Inserat auf der Rückseite einer Sonntagszeitung angetroffen. Denn zum 40-jährigen Jubiläum der “Rakete”, verschenkt die Nestle-Tochter an k-Kiosken Gratis-Glacen. Und macht für die Aktion entsprechend Werbung.

Ich blättere also auf Seite 13. Direkt neben einem redaktionellen Inhalt zur ersten Mondlandung wird die PR-Aktion von Frisco beschrieben. Bebildert mit einer Glace.

Ein Hinweis auf der Titelseite auf eine PR-Aktion, die nicht als solche bezeichnet wird – ist das erlaubt?

Gemäss der Grundregel Nr. 3.12 der Schweizerischen Lauterkeitskommission (Selbstkontrollorgan der Werbebranche) gilt für Medien das Prinzip der „Trennung zwischen redaktioneller Information und kommerzieller Kommunikation:

1. Kennzeichnung und Erkennbarkeit von kommerzieller Kommunikation

Unentgeltliche redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Produkte (Waren oder Dienstleistungen) hinweisen, dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Eine Überschreitung liegt insbesondere vor, wenn die Veröffentlichung über ein begründetes öffentliches Interesse oder das Informationsinteresse des Medienkonsumenten hinausgeht.

2. Verbot von Schleichwerbung

Kommerzielle Kommunikation, gleichgültig in welcher Form sie erscheint oder welchen Werbeträger sie benutzt, soll als solche eindeutig erkennbar und vom übrigen Inhalt klar getrennt sein. Wird sie in Werbeträgern veröffentlicht, die gleichzeitig Nachrichten und Meinungen publizieren, muss sie so gestaltet und gekennzeichnet sein, dass sie als bezahlte Einschaltung klar erkennbar ist.

7. PR-Botschaften auf bezahltem Raum

PR-Botschaften können auch auf bezahltem Raum, d.h. als Inserate, veröffentlicht werden. Um die Unterscheidung gegenüber dem Redaktionsteil sicherzustellen, sollen solche PR-Botschaften klar ersichtlich als «Werbe- oder Publireportage» bzw. als «Anzeige» oder «Inserat» bezeichnet werden.

Sind also der Hinweis auf der Titelseite und der entsprechende PR-Text auf Seite 13 unentgeltlich veröffentlichte Informationen von öffentlichem Interesse gemäss Ziff. 1 der Grundregel Nr. 3.12?

Über das öffentliche Interesse an der Frisco-Aktion lässt sich streiten. Persönlich finde ich, dass an Gratis-Glacen im Sommer sehr wohl ein öffentliches Interesse besteht. Aber ob das öffentliche Interesse wohl so gross ist, dass für die Meldung wertvoller Platz auf der Titelseite freigeräumt werden darf?

Die Unentgeltlichkeit des Hinweises bezweifle ich. Schliesslich prangt an genau dieser Stelle der Titelseite von NEWS seit Anfang Juli täglich ein Hinweis auf einen Beitrag. Und in vielen Fällen steht meines Erachtens ein kommerzielles Interesse im Vordergrund.

Aber auf Anfrage teilt mir die NEWS-Verlagsleitung mit, dass ihrer Meinung nach im Fall Frisco keine Verletzung der Grundregel vorliegt und begründet:

Es ist schlussendlich den einzelnen Medien überlassen, in wie weit Publikumsaktionen von Firmen Gegenstand der Berichterstattung sind.
Entscheidend für uns ist, dass eine solche Meldung nicht mit einer kommerziellen Vereinbarung der Firma verknüpft ist. Dies können wir auch in diesem Fall absolut ausschliessen.

Immer freitags findet man im NEWS die Ringtone-Charts. Für 4 Franken kann man sich seinen Lieblingssong als Klingelton runterladen. Der Service ermöglicht die Firma soundmedia.ch:

Bestimmt kann die Verlagsleitung auch in diesem Fall absolut ausschliessen, dass der Hinweis nicht mit einer kommerziellen Vereinbarung verknüpft ist…

Stutz mit Mamis

Donnerstag, 4. Juni 2009

Die Migros-Idee, mit Hilfe quengelnder Kids den Verkauf anzukurbeln, bewährte sich bereits letztes Jahr: Die kleinsten Konsumenten sammelten wie wild Märmeli. Und wenn die Mutter ausnahmsweise im nähergelegenen Coop einkaufen wollte, gabs Geplärre. Logisch: Mit virtuellen Superpunkten kann man ja auch nicht so gut spielen.

Dieses Jahr setzt die Migros auf Paninibildli. Pro 20 Franken Einkauf gibts gratis ein Päckli mit fünf von insgesamt 200 Bildern. Kein Wunder, kauft manches Mami dem Töchterchen an der Kasse noch ein Schoggistängeli dazu, wenn der Einkauf nur gerade auf 19 Franken kommt. Und dank der Kooperation mit dem WWF und den pädagogisch wertvollen Regenwaldmotiven, müssen Eltern die “Stickermania”-Aktion gar nicht erst hinterfragen.

Wie schon bei den Märmeli, sind die vielen kleinen Geschenke mit einmaligen Fixkosten verbunden. Was im Vorjahr das Murmelbrett war (9.90 Franken), ist in diesem Jahr das Sammelalbum (5 Franken).

Die Aktion lohnt sich für die M-Genossenschaft also doppelt: Dank den Chläberli als Lockmittel, verkaufen sie generell mehr und mit dem Album ein zusätzliches Produkt.

Man könnte einwenden, der Preis für das gebundene Hochglanz-Album sei lediglich ein Unkostenbeitrag an die bestimmt hohen Herstellungskosten. Doch M-Mediensprecherin Monika Weibel verneint: “Auf allem was wir verkaufen haben wir eine Marge, auch auf den Stickermania-Alben. Schliesslich sind wir ein Detailhändler.” Wie viel der Gewinn pro Album beträgt, will sie nicht verraten. Ebenfalls keine Zahlen gibts von Frau Weibel zur Murmelmania-Aktion im letzten Jahr. Nur so viel: “Wir hatten am Schluss zu wenig Bretter, weil der Erfolg der Aktion noch viel grösser war, als erwartet. Dieses Jahr sind wir aber besser vorbereitet. Die Alben werden uns garantiert nicht ausgehen.”

So kommt auch das konservativste Mami nicht drumherum, ihre Kinder mit Sammelalben auszustatten und öfter in der Migros einzukaufen. Denn was gibt es schlimmeres für eine Mutter, als wenn ihr kleiner Liebling am Mittag mit Tränen in den Augen nach Hause kommt, nur weil er in der Pause nicht mittauschen konnte.

P.S.: An alle Mamis die finden, dieser Beitrag vermittle ein überholtes, zu traditionelles Frauenbild: Papi buchstabiert sich ohne M – deshalb.

Gummischrot-Tag

Donnerstag, 30. April 2009

Morgen ist Tag der Arbeit. In Zürich wird sicher wieder demonstriert und randaliert. Schlecht für die Zürcher Steuerzahler, gut für das Designer-Duo mick&isa. Zu ihrer Kollektion “Urban Battle Gear” gehört nämlich auch ein “Original Gummischrot Schlüsselanhänger”. Die Patronen sammeln die beiden Künstler auf der Strasse. Und deshalb werden sie wohl auch morgen wieder unterwegs sein und Secondhand-Gummischrot auflesen.

Kaufen kann man so einen Schlüsselanhänger zum Beispiel im Zürcher Cabaret Voltaire zum Preis von 12 Franken. Der Verpackung kann entnommen werden, bei welcher Schlacht die Polizei das sechseckige Teil in Richtung Demonstranten schoss. Mein Gummischrot (Bild) war vor genau zwei Jahren in Zürich im Einsatz.