Nun sind wir also im hohen Norden angekommen, bei den lustigen Finnen und den vielen Achtung-Elch-Tafeln. Aber von vorne: Am Donnerstag haben wir uns in der früh auf den Weg gemacht und sind via Lettland und einem Zwischenstopp an der Küste (dort war auch ein österreichischer Reisebus mit pensionierten Touristen, welche unter Anleitung eines toppmotivierten Reiseleiters eine Sandburg bauten; Bild folgt) nach Tallinn gefahren. Tallinn ist zwar grüner im Sommer, aber die Kreuzfahrttouristen die in Massen durch die Stadt schlendern, können einem ganz schön schnell auf den Sack gehen. Nichts desto trotz haben wir es genossen noch einmal günstig konsumieren zu können, bevor wir dann am Samstag ins Euroland überfährten. An Bord des MS VIKING XPRS wurde mir dann schnell bewusst, dass es nun teuerer weitergehen würde, so habe ich für 5dl Migros-Eistee € 2.50 hinblättern müssen.

Migros-Eistee an Bord des VIKING XPRS für € 2.50 (Das Preisschild auf dem Bild bezieht sich leider nicht auf den Eistee)
Ankündingung des Matches Schweiz-Tschechien in Finnisch
Geldausgeben war dann auch in Helsinki angesagt. Das Bier zum Match Schweiz-Tschechien war nicht gerade günstig (€ 5.-), anderseits mussten wir kein Carlsberg trinken. Und beim Übernachten habe ich auch ein wenig Geld eingespart, da ganz Helsinki ausgebucht war und ich die zwei letzten Betten in Helsinki meinen beiden Mitreiserinnen überliess. Ich schlief im Saxo auf dem Parkplatz.
Summer-Carneval in Helsinki
Von Helsinki fuhren wir noch nördlicher: In die Metalrock-Hauptstadt Europas: Tampere. Eine kleine Provinzstadt zweieinhalb Stunden von Helsinki. Viel zu sehen gab es dort aber nicht, ausser halt eben überdurchschnittlich vielen Metallicas und dem Hellä-Club. Wie in der Hölle fühlte ich mich, als wir mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen wurden, weil irgend ein Japaner in der Küche Würste zu fest angebraten hatte und es ganze zwanzig Minuten daurte, bis die Feuerwehr den ohrenbetäubenden Feueralarm wieder ausschalten konnte.
Der nächste Abschnitt führte uns via Nokia und Rauma nach Turku. Nokia ist zwar erwähnenswert und ich bin schon stolz darauf, sagen zu können dass ich dort war, mehr gibt es dazu aber auch nicht zu sagen. Rauma hingegen ist ein wunderschönes Unesco-Welterbe-Städtchen mit vielen hübschen Häusern und einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert.
Nokia – Geburtsstadt einer finnischen Erfolgsgeschichte
Rauma – Unesco-Welterbe
Und nun sind wir in Turku. Die zweitgrösste Stadt Finnlands ist eine typische Studentenstadt. Klein, gemütlich und mit einer Bar wo das Bier nur € 2.50 kostet. Nun gut, leider sind die Studenten bereits in den Ferien, oder mitten in den Prüfungen und Turku kommt mir ziemlich ruhig vor. Morgen erkundigen wir noch die Umgebung; vor der Küste liegen hunderte kleine Inseln. Hoffen wir auf besseres Wetter, denn heute regnets – das erste Mal seit unserem Reisestart.
Hesburger auf dem Marktplatz in Turku
Die Uni von Turku – beliebt für Erasmus
Morgen Abend verladen wir dann das Auto wieder auf eine Fähre der Vikingline und verfolgen den Match Schweiz-Türkei auf hoher See.
Größere Kartenansicht
Generell zu Finnland kann ich zum Schluss noch folgende Notizen festhalten:
- lustige Sprache, welche nichts mit irgend einer anderen Sprache zu tun hat (ausser Estnisch). “Universität” heisst z.B. “Yliopisto”.
- höchste Blitzkastenfrequenz Europas.
- recht abwechslungsreich: See, Elchtafel, Blitzkasten, Elchtafel, rotes Bauernhaus, Elchtafel, Wald, Elchtafel, See, rotes Bauernhaus, Blitzkasten, Elchtafel, Elchtafel, Wald, See, Blitzkasten, rotes Bauernhaus, See, Blitzkasten, rotes Bauernhaus, See, Elchtafel, Wald, See, Blitzkasten, Elchtafel, rotes Bauernhaus etc…
- Der teure Euro macht alles sauteuer.
Die Finnische Sprache – Auszug aus dem lutheranischen Kirchengesangbuch
Esskultur?
Teuerer Alkohol zur Suchtbekämpfung, aber Casino im Shoppingcenter
Gaanz viel Fleisch für ein Vikingervolk